Kapitel 2: Warum ich von SVneja verlange mich zu ernähren

Dass der Name im Kapitel-Titel-Pommesfritel so falsch geschrieben ist, ist nicht meine Schuld, nur als kurze Anmerkung. Also: Ich hatte ja eigentlich schon ein Thema für dieses Kapitel, aber dann ist mir noch irgendwas ganz lustiges eingefallen, worum es hier gehen könnte. Leider habe ich das dann aber wieder vergessen, deswegen werde ich das später noch irgendwo hinzufügen.

Wie auch immer, ich habe mir gedacht, vielleicht sollte ich meine letzte Aussage aus dem ersten Kapitel noch etwas genauer definieren. Das soll nun geschehen, also halten Sie die Augen offen, ey!

Wie es ist, ein Moritz zu sein... puh, das ist schwer zu sagen. Wie etwas ist, kann man natürlich am besten sagen, indem man es mit anderen, irgendwie artverwandten Dingen vergleicht. Da ich aber noch nie jemand anders war, gestaltet sich dieses Vorhaben hier relativ kompliziert. Deswegen denke ich mir jetzt einfach eine Person aus, nenne sie Hella Lujah, versehe sie mit Eigenschaften und vergleiche sie dann mit meiner Wenigkeit.

Also, zuallererst muss ich anmerken, dass Hella Lujah, obwohl es der Name nicht gerade herausschreit, keine Dame ist, sondern ein Herr! Das muss so sein, da sonst die Unterschiede zwischen ihm und mir zu gravierend ausfielen und ich dann übermorgen in drei Tagen immer noch an diesem Absatz sitzen würde. Naja, eigentlich würde ich eher am Schreibtisch sitzen und den Absatz schreiben, aber Sie wissen ja hoffentlich, was ich Ihnen sagen will.

Also, nun etwas mehr Informationen zu unserem Freund Hella: Er ist dreiundsechzig Jahre alt, geht also mit großen Schritten auf die Rente zu, Nun ja, vielleicht ist der Begriff „große Schritte" hier nicht ganz angebracht – der arme Kerl hat nämlich nur noch ein Bein. Sein rechtes verlor er vor einigen Jahren bei einem tragischen Zusammentreffen von Ereignissen, an dem unter anderem ein Goldfisch, der Mond und vierundsechzig afrikanische Flüchtlinge beteiligt wagen – genauere Informationen kann, darf, will, möchte, soll und werde ich nicht bekanntgeben.

Hella wohnt in Würselen, das ist so ein kleines, hässliches Kaff in der Nähe von Aachen. Moritzsche Abschweifung: Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass „Aachen“ im Prinzip nichts anderes darstellt als die Verniedlichungsform von „Aa“, also dem Begriff, den Kinder oft als Synonym für Kot benutzen? Denken Sie mal drüber nach! Seine Frau heißt Gundula und ist 34 Jahre alt. Naja, genauer gesagt: Sie isst 34 Jahre Alt. Soll heißen, sie nimmt sich schon seit 34 Jahren jeden Tag ein paar Altbierflaschen, legt sie in die Tiefkühltruhe, und wenn das Altbier dann gefroren ist, isst sie es auf. Das hat jetzt aber gar nichts mit dem Thema zu tun, also muss ich das jetzt auch nicht genauer erklären, kommen wir lieber auf unseren Freund Hella Lujah zurück.

Also, mal etwas zu seinem Äußeren: Dass er nur ein Bein hat, wissen wir ja bereits, doch das krasse ist ja, dass er vollkommen und ausschließlich aus diesem Bein besteht! Wo die ganzen lebenswichtigen Organe sind, und warum eine Frau ein Bein heiraten sollte, das können Sie Ihre Oma fragen, aber doch nicht mich! Das Bein, aus dem er besteht, ist extrem behaart – es ist nicht so, dass Hella eine Krankheit hätte, aber Gundula, seine Frau, findet das Edmund-Stoiber-Tattoo, das sich über die gesamte Haut zieht, so hässlich, dass sie den armen Hella nie rasiert, und selber kann er es, mangels Armen, ja sowieso nicht. Moritzsche Abschweifung: Heißt das überhaupt „mangels Armen“? Oder eher „mangels Arme“? Nee, das ganz bestimmt nicht. Egal, wird schon keiner merken, was ich hier für eine schwachsinnige Grammatik zu Papier bringe...

So, soviel zu Hella Lujah. Ich muss jetzt leider sagen, dass ich überhaupt keine Lust mehr habe, dieses bemitleidenswerte Wesen mit mir zu vergleichen – was bedeutet, dass dieses Kapitel bisher vollkommen unnötig war und nur der Verwirrung des Lesers gedient hat! Nun ja, ich hoffe mal, dass Sie mir verzeihen können. Ich gehe jetzt erstmal runter und hole mir einen Joghurt oder so was in der Art, ich weiß noch nicht, ob ich gleich noch weiterschreiben werde, kommt darauf an, ob ich Lust dazu habe. So, ich bin jetzt weg, tschüsselchen!

So, da bin ich auch schon wieder. Das kam Ihnen jetzt garantiert schneller vor, als es in Wirklichkeit war, denn Sie müssen ja nicht so lange warten, wie ich weg war, bis Sie weiterlesen können. Obwohl, warten Sie jetzt bitte eine Viertelstunde, dann dürfen Sie weiterlesen. Man will ja auch realistisch bleiben!

Nun, erst noch mal zu Hella: Da ich (also Moritz) meiner geehrten Leserschaft (also Svenja) ja auch was schuldig bin (eigentlich nicht), werde ich jetzt (wann auch sonst?) aus purer Menschlichkeit (bzw. Langeweile) aufhören, hier so viele Begriffe (also Wörter, oder aber nur ein Wort) in Klammern (also keine Wäsche- oder Büroklammern, sondern so Schreibklammern) zu (und nicht geöffnet) setzen. Das hat zwar nichts mit Hella zu tun, ist aber trotzdem ein grammatikalivistisch vollkommen korrekter Satz. Falls Sie mir das nicht glauben, werde ich das jetzt hier, allerdings ohne die störenden Klammern, erläutern:

- "Da ich meiner geehrten Leserschaft ja auch was schuldig bin" ist ein Kausalsatz.
- "werde ich jetzt aus purer Menschlichkeit aufhören" ist ein Hauptsatz, den man aber nicht direkt erkennt, weil er ein wenig umgestellt ist.
- "hier so viele Begriffe in Klammern zu setzen" ist auch irgendeine Sorte Nebensatz, welche weiß ich nicht, denn ich bin leider zu dumm, um so etwas zu wissen.

Apropo Sachen, die mit etwas nichts zu tun haben: Das, was ich hier bis jetzt in diesem Kapitel in mein Textbearbeitungsprogramm hinein erbrochen habe, hat augenscheinlich nicht besonders viel mit dem Kapiteltitel zu tun. Das ist traurig, aber man kann es ja ändern! Zuerst mal muss ich das Rätsel um den Namen auflösen: Es handelt sich bei SVneja, obwohl keinerlei namentliche Ähnlichkeiten zu erkennen sind (um dies bestätigt zu bekommen, habe ich den Kapitelnamen extra einigen bekannten (zumindest innerhalb ihrer Familie) Germanologen gesendet, und sie sind daran kläglich gescheitert), um niemand anderes als die bereits aus dem ersten Kapitel bekannte Person, die auf den wohlklingenden Namen Svenja hört. Moritzsche Abschweifung: Mir kam gerade die Idee, statt "wohlklingend" den Begriff "hohl klingend" zu verwenden. Das hätte jedoch keinen Sinn gemacht, also habe ich es dann doch gelassen.

Nun trägt es sich hin und wieder zu, dass ich aus sicheren, Svenja sehr nahen Quellen (nämlich Svenja selbst) erfahre, dass sie sich gerade mit der Zubereitung von Nahrung beschäftigt. Da ich so ein fieser Möpp bin, zwinge ich sie dann unter Androhung von Konsequenzen, die so schrecklich sind, dass ich sie nicht einmal hier aufschreiben dürfte, wenn ich die Beschreibung direkt danach wieder löschen, meinen Computer verbrennen und die Asche über den gesamten Planeten verteilen würde, mir am folgenden Tag, sofern wir uns denn an demselbigen begegnen sollten, etwas von ebenjener Nahrung mitzubringen. Den Grund habe ich bis jetzt noch keinem Lebewesen offenbart, doch dies soll sich hier ändern. Es kostet mich einigen Mut, daher respektieren sie bitte Rechtschreibfehler - diese entstehen durch kiloschwere Tränen der Verzweiflung, die aus meinen Augen auf die Tastatur fallen.

Also, die Sache ist die: Ich sehe in Svenja keinen normalen Menschen, sondern vielmehr eine übermächtige Gottheit. Ich habe mein Haus umgebaut, so dass es jetzt zu 90% aus einem Schrein besteht, an dem ich Artefakte sammle, die mit Svenja irgendetwas zu tun haben. Täglich verbringe ich viele Stunden dort und bete, damit mir nichts Böses wiederfährt. Moritzsche Abschweifung: Oder schreibt man das ohne e nach dem i? Egal. In der Mitte dieses Schreins, der bis tief unter die Erde reicht, steht eine zwanzig Meter große Statue von Svenja, die ich ausschließlich aus abgeschnittenen Finger- und Fußnägeln gebaut habe. Ich opfere täglich mein Blut an der Statue. Und zwar mein komplettes!

Nun, von Zeit zu Zeit verspüre ich den Drang, meiner Sammlung weitere Artefakte hinzuzufügen, am besten welche, die direkt von ihr hergestellt werden, da die spirituelle Energie in ihnen am stärksten ist. Da bietet sich natürlich Nahrung an! Also versuche ich, von ihr zubereitete Nahrung zu bekommen. Diese esse ich, und da ich mir in meinen Verdauungstrakt einen Svenja-Artefakt-Filter eingebaut habe, habe ich die Möglichkeit, nach meiner Rückkehr nach Hause nach der Schule einen bestimmten Knopf zu drücken, und dann wird die Nahrung direkt aus mir herausteleportiert und landet in dem Regal, in dem auch die anderen heiligen Gegenstände gelagert sind.

Natürlich stellt sich jetzt die Frage, warum ich einen Gott, den ich bedingungslos anbete und dem ich alles opfere, was ich habe, zu etwas zwinge! Ich bin mir über die Merkwürdigkeit dieser Tatsache durchaus im Klaren und es tut mir wirklich extrem leid. Jedoch bin ich so davon besessen, jede kleinste Kleinigkeit meiner Sammlung hinzuzufügen, dass ich mich in diesen Momenten einfach nicht beherrschen kann. Ich hoffe, dass die übermächtige Svenja mir vergeben wird, wenn ich täglich statt 20 Stunden ab jetzt 25 Stunden bete.

So, ich hoffe, dass die Zusammenhänge jetzt etwas klarer geworden sind, so dass wir nun zum nächsten Kapitel schreiten können!