Kapitel 5: Alles neu

Ja, ich weiß, so heißt auch das Lied von Peter Fox (oder, wie er heißen würde, wenn man die Anfangsbuchstaben des Vor- und Nachnamen vertauscht: Feter Pox, oder auch Feta-Box, also ein Behältnis für griechischen Käse), aber ich kann ja nichts dafür, das ist alles die Svenja schuld, also Peter, wenn du dich beschweren willst, dann bitte bei ihr und nicht bei mir. Danke!

Anders als es der Kapiteltitel (haha, das reimt sich!) vielleicht vermuten lässt, fange ich hier mit diesem Buch nicht nochmal von vorne an, sondern es geht einfach ganz normal weiter. Obwohl, normal ist vielleicht das falsche Wort... nun ja, ich halte mich jetzt nicht an Kleinigkeiten auf. Stattdessen möchte ich mich darüber beschweren, dass ich hier so viele Wörter trennen muss, weil sonst die Zeilen doof aussehen. Eigentlich wäre das ja kein Problem, das dumme ist nur, dass ich der Svenja immer die einzelnen Kapitel schicke, und hier schreibe ich das ja alles zusammen, und ich kopier dann immer das neuste Kapitel, füge es woanders ein und speichere das dann. Denn sonst müsste ich ihr ja jedes Mal wieder das ganze Buch schicken.

Der Mist hierbei ist jetzt: Da, wo ich den Text dann einfüge, haben die Zeilen eine andere Länge (weil die Seiten 1. im Hochformat sind und 2. nicht zwei, sondern nur eine Seite auf dem Blatt sein tut), und deswegen muss ich die ganzen Bindestriche dann wieder löschen. Und das nervt!

Heute ist Samstag. Ich hatte eben eine Fahrstunde – naja, genau genommen zwei, aber direkt hinta-ananda – und da bin ich Auto gefahren, außerdem war die Fahrstunde nicht eben, sondern heute morgen. Aber jetzt ist das eh schon wieder gelogen, denn heute ist morgen, zumindest gestern. Oder heißt das dann, heute war morgen, zumindest gestern? Also, jedenfalls ist heute heute, gestern und morgen. Eigentlich auch vorgestern, übermorgen, vorvorgestern, überübermorgen, vorvorvorgestern, überüberübermorgen, damals, dann irgendwann, demnächst, letztens, wenn du groß bist, vor ein paar Tagen, anno dazumal, früher, später, nachher, eben, vorhin, zum Zeitpunkt des Geschehens, irgendwann, sonstwann und noch viel mehr, aber das möchte ja sowieso niemand wissen, obwohl, eigentlich möchte auch niemand den Rest wissen, den ich hier schreibe, ich könnte also auch einfach aufhören, diese Datei hier löschen, meinen Rucksack packen und nach Turkmenistan auswandern, aber erstens habe ich dafür nicht genug Geld, weswegen ich zweitens mit dem Fahrrad fahren müsste, wozu ich aber drittens zu faul bin, weil ich viertens ein verwöhntes Stadtkind bin, und zu fünftens wird mir bestimmt auch noch was einfallen. Außerdem wäre das ja doof, denn wenn ich auswandern würde, dann könnte ich ja, wenn mir auffallen würde, dass ich doch noch weiterschreiben will, dasselbe nicht tun, weil ich, wenn ich meinen Rucksack gepackt hätte, bestimmt nicht meinen Computer mitgenommen hätte, weil der da gar nicht reinpasst und auch viel zu schwer wäre, abgesehen davon könnte ich ja, auch wenn ich nicht auswandern würde, nicht weiterschreiben, weil ich ja die Datei gelöscht hätte, ach ja, ach nee, könnte ich ja wohl, ich könnte nämlich einfach die Svenja bitten, mir die bis jetzt geschriebenen Kapitel zu schicken, die hat die ja, ich habe sie ihr schließlich selbst geschickt, also weiß ich, dass das so ist, es sei denn, sie hat die Kapitel immer, direkt nachdem sie sie gelesen hat, gelöscht, wofür es zwei mögliche Gründe geben kann, von denen der erste wäre, dass ich so schlecht schreibe, dass sie ihrem Computer nicht zumuten will, die Dateien zu lange auf der Festplatte zu haben, und der zweite wäre, dass sie davon so begeistert ist, dass sie fürchtet, die bloße Präsenz meiner Schreibereien auf ihrem Computer könnte sie in den Wahnsinn treiben, was sie natürlich verhindern will, obwohl das kaum Sinn macht, weil sie ja schon wahnsinnig ist, oh Gott, das hätte ich jetzt lieber nicht gesagt, denn jetzt ist sie bestimmt sauer auf mich, weil ich behauptet habe, sie wäre wahnsinnig, also lasst es mich jetzt nochmal klarstellen, und zwar, Svenja ist nicht wahnsinnig (zumindest behaupte ich das jetzt einfach mal, damit sie nicht sauer wird), das habe ich nur gesagt, weil das gerade so gepasst hat, ich weiß, das sollte man nicht, aber ich mache viele Sachen, die man nicht machen sollte, zum Beispiel Sätze schreiben, die so lang sind, dass man an ihrem Ende schon gar nicht mehr weiß, worum es am Anfang ging, weil man zwischendurch so oft das Thema gewechselt hat, dass man total verwirrt ist und überhaupt nicht mehr weiß, wo oben und unten ist und so weiter, und deswegen sollte man es tunlichst vermeiden, solche Sätze zu schreiben, weil speziell diejenigen Leser, die mit so etwas nicht vertraut sind, nach etwa zehn Zeilen keine Lust mehr haben, sich auf diesen furchtbar langen Satz zu konzentrieren, weil sie das nicht gewohnt sind und zu der Art von Leuten gehören, die immer gleich keine Lust mehr haben, wenn etwas kompliziert wird, wobei ich jetzt nicht behaupten will, dass ich selbst nicht zu diesen Leuten gehöre, was aber auch nicht so wichtig ist, da der Autor ja sowieso über allem steht und die Tatsachen unabhängig von seinen eigenen Eigenschaften und so weiter sehen sollte, weil ihm sonst eine objektive Sicht der Dinge verwehrt bleibt.

So, jetzt ist dieser Satz vorbei.

Neuer Absatz

Neuer Absatz

Gebrauchter Absatz

Fast neuer Absatz, der nur ein paar Mal benutzt wurde, er hat jedoch einen kleinen Kratzer an der linken Seite

So, genug blödes Zeug geredet, jetzt ist das Kapitel vorbei. Ich hatte nämlich versprochen, mich mit dem Schreiben zu beeilen, damit ich der Svenja das Kapitel heute noch schicken kann. Sie ist zwar gar nicht mehr da, von daher geht das nicht, aber versprochen ist halt versprochen!