Kapitel 7: Garnichts oder Ente

In diesem Kapitel geht es um gar nichts. Oder um Ente. Je nachdem, was Sie lieber haben wollen! Wollen Sie nicht? Hm, dann haben Sie halt Pech gehabt, selber schuld! Also, zurück zum Thema, obwohl, eigentlich gab es ja noch gar kein richtiges Thema, also vor zum Thema!

Hier werde ich einfach mal so munter daher quatschen, was mir heute passiert ist. Also, ich war mit meinem Amphibienfahrzeug auf der Autobahn unterwegs (Moritzsche Abschweifung: Eigentlich müsste das ja nicht unterwegs heißen, sondern überwegs – schließlich befin-det man sich ja ÜBER dem Weg und nicht darunter!), und leider hat-te ich mich mal wieder hoffnungslos verirrt. Am Stand der Sonne konnte ich aufgrund meiner unglaublichen Astronomiekenntnisse ablesen, dass ich irgendwie in Richtung Süden fuhr, aber das war es auch schon. Stutzig wurde ich, als ich plötzlich die österreichische Grenze passierte Tomaten. Ja, das Ende des letzten Satzes ist völlig bescheuert, aber beim Wort “passierte” sind mir direkt passierte Tomaten eingefallen, ich kann ja auch nichts dafür.

Hermine stöberte kurz herum und zog dann einen großen Band in ausgeblichenem Leder aus dem Stapel. Sie wirkte ein wenig angeekelt und hielt ihn mit spitzen Fingern wie etwas, das gerade gestorben war.

Doch davon will ich mich jetzt gar nicht beeinflussen lassen und fahre fort. Ja, in beiderlei Sinnen. Sinne. Sinnes. Sinus. Cosinus. Cosi fan tutte. Tutti Frutti. Tropifrutti. Tropenhelm. Wilhelm. Willy Brandt. Weinbrand. Weintrauben. Traualtar. Altersvorsorge. Sorgenfalte. Faltboot. Bootstrap Bill Turner. Turnhalle. Halle. Haltestelle. Stellenanzeigen. Anzeigetafel. Tafelschwamm. Spongebob Schwammkopf. Kopfschmerztabletten. Tablett. Tabulatortaste. Torte. Tortenheber. Herbertisten. Disteln. Tel-Nr. Wilhelm Tell. Willensbildung. Bildungswesen. Verwesung. Ungenauigkeit. Kite surfing. Fingerfarben. Farbstift. Stiftung Warentest. Vokabeltest. Vokabel. Gabel. Gabelstapler. Stapelbar. Singlebar. Doublebar. Doublebass. Kontrabass. CO2ntra. GmbH & Co KG. KG. Kage. Kacke. Acker. Ackermann. Mandala. Dalai Lama. Lahmarsch. Marschmusik. Musiksender. Ende. Wende. Wintersonnenwende. Winter. Kinder. Rinder. Inder. In der Sonne. Söhne.

So, das war genug sinnvoller Text, kommen wir jetzt wieder mal zurück zu den unzusammenhängenden Satzfetzen, die Sie alle hören wollen.

Also, ich fuhr nun in das wunderschöne Land Österreich hinein (Moritzsche, geschichtliche Abschweifung: Das Land heißt übrigens so, weil dort am Osterwochenende sämtliche Einwohner in der Lotterie gewinnen. Da die Lotterieregeln in Österreich etwas anders sind, ist es egal, wie viele gewinnen, jeder bekommt mindestens eine Million Euro. Nun, sie sind also alle an Ostern reich, und da Osternreich doof klingt, wurde es umbenannt in Österreich. Hammerwiederwasgelernt, recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit, auf Wiedersehen!) Es dauerte nicht lange, da kam ich auch schon in eine Stadt. Ich wusste zuerst nicht, wo ich war, doch als ich das Wahrzeichen sah, und zwar einen großen Kirchturm namens Big Ben, da wusste ich: Ich musste in Rom angekommen sein, denn das war ja schließlich die Hauptstadt von Portugal. (Zweite Moritzsche, geschichtliche Abschweifung: Der Big Ben hieß übrigens früher Small Ben, aus dem einfachen Grund, weil direkt daneben ein noch größerer Glockenturm stand, der damals Big Ben hieß. Nun gefiel dem Bürgermeister von Rom jedoch der Name Little Ben nicht, da er bereits sein Geschlechtsteil mit diesem Namen versehen hatte. Also ließ er den großen Turm abreißen und benannte den kleinen um in Big Ben. Sie wollen wissen, warum er nicht lieber den kleinen Turm abgerissen hat? Ganz einfach, er war dumm. Mal ehrlich, was erwarten Sie von jemandem, der seine Genitalien “Little Ben” nennt?)

Ich fuhr also weiter fröhlich durch die Straßen von Moskau, als auf einmal ein merkwürdig aussehendes Gebäude meine Aufmerksamkeit erregte. Es war knallrosa angestrichen und, wenn ich mich nicht irrte, hatte es genau die Form eines Zündnadelgewehrs! Sowas hatte ich nicht erwartet, noch nicht mal hier in Peking.

Ich fuhr näher an das Gebäude heran, um es einmal genauer zu betrachten. Als ich vor der Eingangstür stand (Moritzsche, nicht geschichtliche Abschweifung: Das möchte jetzt vielleicht keiner wissen, aber ich muss trotzdem anmerken, dass ich zwischendurch aus meinem Fahrzeug ausstieg. Es waren schließlich einige Treppenstufen vor dem Eingang, und es ist kaum möglich, solche mit einem Amphibienfahrzeug zu erklimmen.) erkannte ich eine Inschrift, die besagte: “Öster-reichisches Credit-Institut”. Ich war mir darüber im Klaren, dass sicher etwas lustiges passieren würde, wenn ich einträte, aber mir stand gerade der Sinn nicht danach, deswegen Bukawa. Es macht zwar nicht sonderlich viel Sinn, einfach statt eines vernünf-tigen Satzendes “Bukawa” zu schreiben, aber das ist einer der Begriffe, die laut Svenja in diesem Kapitel vorkommen müssen. Leider habe ich nicht die geringste Ahnung, was Bukawa sein könnte, und ich finde es total feige, einfach nachzugucken, das kann ja jeder! Sogar Joseph Adamy.

Man mag sich nun beschweren, dass die zu verwendenden Wörter jetzt plötzlich alle auf einmal kommen, und einige behaupten sicher, ich hätte nicht genug Phantasie, um sie sinnvoll in einen Text einzubinden... dem möchte ich entgegenwirken, indem ich verspreche, dass zwischen diesem Satz und dem letzten noch zu verwendenden Wort ein sehr langer, sinnvoller Text, der sich auch thematisch nicht mit den bisherigen Niederschreibungen beißt, stehen wird.

Ein sehr langer, sinnvoller Text, der sich auch thematisch nicht mit den bisherigen Niederschreibungen beißt, Wiesmühl.

So, ich habe mein Versprechen gehalten. Hey, warum schreibt das jetzt auf einmal fett? Ich änder das mal kurz. So, jetzt müsste es... ach, verdammt! Kann denn eigentlich nie was klappen? Jetzt? Scheiße!
Moment mal, was ist denn jetzt los? Jetzt reichts mir aber wirklich langsam! Schreibt der auf einmal von der falschen Seite an, also fängt an, also, weißschowassimein.
So, ist jetzt alles wieder normal? Ja? Ah, gut!

So, zurück zum Thema. Beziehungsweise zu der Geschichte. (Moritzsche Abschweifung: Ist ein Beziehungswaise jemand, der sich  nicht in einer Beziehung befindet? Und wann ist ein Beziehungswaise eigentlich weise, und auf welche Art und Weise und in welcher Beziehung? Und in welcher Beziehung kann jemand solo sein? Kann er es überhaupt? Was ist der Sinn des Lebens? Woher kommen wir und wohin gehen wir? Und warum verschwinden immer einzelne Socken in der Waschmaschine? Das, meine Damen und Herren, das sind die wichtigsten Fragen der Welt, und auf mindestens eine kann ich Ihnen eine Antwort geben, und zwar auf die letzte. Sehen Sie, wenn jemand die Waschmaschine füllt und dabei vielleicht, was weiß ich, sechs Paar Socken hineintut, und bei einem Waschgang durchschnittlich eine Socke verloren geht (was ziemlich hochgegriffen ist, glaube ich), dann kann es ja nur eine einzelne sein. Schließlich ist eine Socke genau das, nämlich EINE SOCKE, und nicht zwei oder mehr! Beim nächsten Waschgang ist es natürlich möglich, dass die noch übrige Socke auch verschwindet, aber selbst dann ist sie wieder nur eine einzelne Socke. Natürlich ist es möglich, dass zwei Socken des gleichen Paars gleichzeitig verschwinden, aber das ist erstens sehr unwahrscheinlich, und zweitens fällt es einem wahrscheinlich gar nicht auf, weil man ja beim Ausräumen der Waschmaschine erst einmal nichts vermisst.So, diese Abschweifung ist jetzt schon viel zu lang, außerdem kann man die kursive Schrift nicht so gut lesen wie die normale, und das ist der Grund, warum es jetzt wirklich mal mit der Geschichte weitergeht. Ja, echt, und zwar auf der Stellem live und in Farbe.)

Ich hatte keine Lust mehr, mich in New York herumzutreiben, daher verließ ich Kairo wieder und fuhr zurück nach hause. Ende aus, Mickymaus. So, das Ende war jetzt ziemlich blöd, aber das ist ja eigentlich egal. Wer interessiert sich hier schon für die Story?! Also, außer den Lesern, meine ich jetzt.

Aber die Leser sind ja egal. Naja, zumindest so lange, bis sie ihre Leserschwerter zücken und mir Verletzungen zufügen. Das soll für heute genügen. Jetzt kommt Sven Plöger mit dem Wetter, und ich sage: Bis morgen, und eine geruhsame Nacht. Ach ja, wir melden uns um 0:30 Uhr wieder mit dem Nachtmagazin. Ente.